Schulgarten

1984
1990-1994
Die Freude auf die neue Schule In der Aue, Kleinglattbach, war groß, die Ferdinand-Steinbeis-Realschule in Vaihingen“aus allen Nähten geplatzt“. Sie wurde geteilt: Eine Lehrer-Crew unter Rektor Paul Rodach zog um an die Ottmar-Mergenthaler-Realschule, am Rande von Wiesen und Feldern gelegen.
Hinterm Schulhaus hatte man Bauschutt mit Lehmerde bedeckt und eingesät: Dort sollte ein Schulgarten entstehen. Der Landschaftsgärtner Michael Essig aus Ensingen, der die Außenanlagen verantwortete, half bei der Planung. Es wurde noch 1984 eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die Schulgarten-AG
Das Schulgarten-Gelände war riesig geworden:
4 Quadrate mit je 4 einzelnen Beeten, erschlossen durch Wege, die durch Rindenmulch abgedeckt waren: Das Schuhwerk sollte ja nicht allzusehr beschmutzt werden. Ein Außenwasserhahn am Gerätehaus erleichterte das Säubern und auch das Gießen mit dem aufgerollten Schlauch.
Zu den Werkräumen hin war das Gelände durch einen langen Mast begrenzt: Er hatte mal im Foyer als kreativ zu bearbeitender Totempfahl fungieren sollen, diente jetzt aber als Balanciermöglichkeit, von der der Absprung aufs Wegepflaster, aber auch häufig in die Beete erfolgte. Das hat die Betroffenen erbost! Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Kleinglattbach vermittelte Brombeeren, die die Schüler einpflanzten und über abgesenkte Zweige auch weitervermehrten, so dass eine dicke Brombeerhecke entstand.
1995-2005
Jahrelang mussten Setzlinge, um vor Kälte geschützt heranwachsen zu können, teilweise im Klassenzimmer auf den Fensterbrettern und zuletzt auch im Notausgang (!) zum hinteren Schulgelände, im Windfang hinter der Linetype-Druckmaschine, untergebracht werden. Das war keine Dauerlösung! Ein Gewächshaus musste her! Ein Schau-Modell des Raiffeisenmarktes wurde als fertig aufgebautes Alugerüst angeliefert, beide Hausmeister (Herr Straub und Herr Rothmann) waren mit im Einsatz.


2020
Die zehn Jungs und Mädchen der MINT-AG der Klassenstufen 9 und 10 wissen, warum es mit dem Aufbau in einem einzigen Tag so flott voranging. „Es läuft alles nach Plan“, berichtet Arne. „Bei den langen Seitenwänden haben alle angepackt“, lobt Techniklehrer Andreas Haiber. „Und bei dem Wetter hat mer halt net so gschwitzt!“, ergänzt Manuel mit einem Blick auf die graue Wolkendecke.
Umso mehr strahlen die Gesichter, denn alles, was die Gruppe geplant und dann gemeinsam am Computer per CAD Konstruktion entstand, wurde bei einem Tagesbesuch bei der Fima Karl Gommel Holzbau Mühlacker durch ein CNC-Verfahren direkt als kompletter Bausatz gefräst. „Das ist Handwerk 4.0“, freut sich Techniklehrer Ulrich Aichler und dankt seinem Ansprechpartner vor Ort, Herrn Andreas Seng.
Das Richtfest ist ein schöner Moment des Innehaltens, doch das Projekt geht direkt mit Arbeiten an der Dachrinne in Zusammenarbeit mit Firma Brüstle weiter. Selbst in den Faschingsferien werden an drei Tagen mit je vier SchülerInnen bei Firma Fensterbau Adam in Illingen Türe und Fenster für den Geräteschuppen gefertigt. Anschließend wird das Dach eingedeckt. „Und dann nehmen wir die Elektrik im Gebäude in Angriff!“, zeigt sich das Team motiviert.
Einige Helferinnen und Helfer brachten im Rahmen eines Projekttages mit Abstandsregeln am Samstag, den 14.11. 2020 die Umbaumaßnahmen voran.
Die Bäume wurden fachgerecht geschnitten, das Fundament für eine neue Natursteinmauer wurde gegraben. Eine bestehende Natursteinmauer als Ort für Eidechsen, die überwuchert war, wurde an einen sonnigeren Standort versetzt. Die Wege wurden neu angelegt, Pflastersteine versetzt, Unkraut entfernt und der Untergrund geebnet. Und damit noch nicht genug!
Der Bauprozess geht weiter
Der abgesackte Untergrund wird mit KFT (Schotter 0 – 32 Körnung) neu aufgebaut. Alte Erde muss noch abgefahren und neuer Boden aufgefüllt werden. Über 100 qm² Platten sollen neu verlegt werden. Neue Pflanzen, wie Kräuter, Bäume und Büsche werden gepflanzt. Eine
Pergola soll zum Verweilen, Sitzen und Arbeiten entstehen. Sitzgelegenheiten bestehend aus Gabionen (Drahtgeflecht-körben) werden noch kommen. Künftig soll das ganze Gelände eingefasst werden, mit zwei Portalen aus Gabionen und mit Stelen. Die Neubepflanzung mit Bäumen, Kräutern und Büschen ist in Planung. Es fehlen noch Trittplatten um die Hochbeete und schließlich das Einsäen von Gras.




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2024


